Schnellhilfe Bodenschutz

Mit der Schnellhilfe kann in sechs Schritten die Gefährdung der Bodenfruchtbarkeit eines Feldes oder Hangs durch Wassererosion qualitativ eingeschätzt werden. Die Schnellhilfe basiert auf der ABAG [11] sowie DIN 19708 und ist eine sehr stark gekürzte Fassung der Arbeitshilfe Bodenerosion [5], in der auch Erläuterungen zu finden sind. Für fundierte Bewertungen und Maßnahmen ist jedoch ein Experte notwendig.

 

1_ Geländeeigenschaften hinsichtlich Erosionsrisiko mit Hanglänge und -gefälle ermitteln:

 

2_ Verschlämmungsrisiko des Bodens mit Jahresniederschlag und Bodenart ermitteln:

 

3_ Bodenbewirtschaftungstyp ermitteln (stark vereinfacht!):

 

4_ Fruchtfolgeeigenschaften hinsichtlich Erosionsrisiko des Anbauverfahrens ermitteln (stark vereinfacht!). Als Reihenfrüchte gelten in diesem Zusammenhang: Zwiebeln, Möhren, Mais, Gurken, Zuckerrüben, Kartoffeln, Sonnenblumen, Kohl, Ackerbohnen, Erbsen.

 

5_ Berechnung:

 

6_ Bewertung der Fruchtbarkeitsgefährdung:

Stufe 1: geringe Gefährdung, merkliche Abnahme in mehr als 200 Jahren
Stufe 2: mittlere Gefährdung, merkliche Abnahme bereits in 100 Jahren
Stufe 3: starke Gefährdung, merkliche Abnahme bereits in 70 Jahren
Bei Gefährdungszahlen über 5 besteht ein erhöhtes Wasserabfluss-Risiko

 

7_ Vorschläge für mögliche Schutzmaßnahmen in der Arbeitshilfe „Bodenerosion“, siehe Literatur [5]
oder im Internet unter www.uni-hohenheim.de/kulaholo/bew_schl.htm

 

8_ Ökonomische Bewertung von Schutzmaßnahmen in der Arbeitshilfe „Bodenerosion“, siehe Literatur [5] oder im Internet unter www.uni-hohenheim.de/kulaholo/bew_schl.htm

 

9_ Rechenbeispiel für die Wirkung von begrünten Ackerrandstreifen.